Das kleine Paradies

Location

Sinai

Die Halbinsel Sinai, als Brücke und Grenze zwischen Ägypten und Israel, ist eines der vielfältigsten Wüstengebiete und kann mit ihren hohen und stark zerklüfteten Felswänden nur mühsam durchquert werden. Die grandiose Wüstenlandschaft mit ihren farbenprächtigen Schluchten und faszinierenden Felsformationen locken jedoch jährlich immer mehr Touristen an. Die romantischen Oasen in den tief eingeschnittenen Tälern oder die Korallenriffe mit seltenen Fischarten am Golf von Aqaba bieten eine äusserst kontrastreiche Abwechslung. Die grossartige, religionsgeschichtliche Vergangenheit des Sinai, auf deren Spuren schon seit Jahrhunderten Christen, Muslime und Juden gleichermassen als Pilger wandelten, ist ein weiterer Anziehungspunkt dieser Region.

Im Norden ist die Halbinsel flach und sandig. Das Gebirge im Süden erreicht Höhen bis zu 2600 Metern. Etwa 800 Pflanzenarten überziehen im Frühjahr die Felsen mit ihrer Blütenpracht. Man trifft hin und wieder auf Steinböcke im südlichen Massiv. In den Ebenen leben Dorcas-Gazellen, verschiedene Fuchsarten und Wüstenwarane. Der Sommer von Mai bis Oktober ist heiss und trocken. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit ist die trockene Hitze jedoch gut zu ertragen. In den Bergen sind die Nächte kühl. Die Temparaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind relativ hoch und in der Wüste wird es nachts geradezu kalt. Im Winter – November bis Februar – fallen die wenigen aber heftigen Niederschläge.